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Exotenbonus

Die Workshops stehen allen interessierten Menschen offen- ob Mitglieder der Gemeinde oder Gäste. Sie können einzeln oder als Reihe besucht werden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldung: ursula.ros@kathhw.de


13.6.2026 – MARIA CHARLOTTE HOBBING

Bildende Künstlerin, Hamburg

5.9.2026 – DR. EVA SCHELLER

Juristin, Freudeforscherin und Autorin, Lemgow

10.10.2026 – MANU KOMM

Clownin, Coach und Psychotherapeutin, Hamburg

7.11.2026 – RICARDA WYRWOL

Bildhauerin, Hamburg


Podiumsgespräch: Die Künstlerin im Gespräch mit der Gruppe, Moderation Gemeindereferentin Ursula Ros. Austausch und Diskussion über das Titelthema ‚Was Kirche lernen kann von Künstlern, Narren und Poeten‘.

Praktisches Tun: Unter Anleitung der Künstlerin und in heiterer Gesellschaft probieren Sie sich aus. Materialien und Techniken, die die Künstlerin mitbringt, treffen auf Sie und Ihr ganz eigenes Lebens- oder Glaubensthema an diesem Tag. Alles ist hier möglich, nur die jeweilige künstlerische Grunddisziplin ist gegeben. Am Ende nehmen Sie ein eigenes Werk mit nach Hause (anders nur im Clowns-Workshop am 10.10., hier kann das Werk naturgemäß nicht direkt eingepackt werden…).

Reflexion: die Erfahrungen, die wir während des praktischen Arbeitens machen werden, legen wir zum Schluss wieder zusammen und schauen noch einmal auf die anfängliche Fragestellung. Hat sich mein individuelles Thema im künstlerischen Tun verändert? Gibt es Bezüge zu meinem Glauben?

Natürlich kommen Essen und Trinken während des gemeinsamen Tages nicht zu kurz! Mittags gibt es eine warme Suppe und Brot, an Kaffee, Tee und Spezereien wird es nicht fehlen.

Was tun angesichts des schwindenden Interesses an der Frohen Botschaft der Christen? Die Verankerung des kirchlichen Selbstverständnisses in der Gesellschaft scheint marode geworden zu sein. Weit davon entfernt, den Kopf in den Sand zu stecken, fragen wir in diesem Projekt bei denen nach, die immer schon Wege jenseits vom Mainstream gefunden haben, um ihre Inspiration zu manifestieren: wir fragen Künstler, Narren und Poeten. Wie verändern sie die Welt, während die Welt vorgibt, sie nicht zu brauchen?

Wie planen Künstlerinnen und Künstler den Prozess von der Idee zum Ausdruck? Wie gehen sie mit dem Unplanbaren um und welche Rolle spielt die Zeit? Zwischen Idee (Was?) und Wirkung (Wozu?) erstreckt sich bekanntlich das weite Feld der Technik (Wie?). Was können wir in unserem Dienst am Evangelium, was kann Kirche heute von Arbeits- und Denkweisen der Künstler*innen lernen?

….denn Kirche und Kunst sind einander keine Unbekannten. Über Jahrhunderte hinweg war die Kirche unterschiedlichsten Künstler*innen Brot- und Arbeitgeberin. Im Gegenzug dafür schufen Künstler*innen die sinnlich- geistigen Transportmittel oder ‚Kunstwerke‘, welche die Kirche erst zu dem gemacht haben, was sie lange Zeit war: Kern und Kanon der abendländischen Kultur. Durch keine Sonntagskatechese und keine lehramtliche Verlautbarung hat sich das Evangelium Christi so tief in unsere kollektive DNA eingeprägt wie es durch zigtausende Werke aus Holz, Pergament, Bronze, Stein, Papier, Gold, Textil und Tönen geschehen ist. Die Frohe Botschaft wurde transportiert von Händen, Werkzeug und von der Fantasie der Künstler*innen.

Wenn uns also heute die Worte versagen- warum fragen wir nicht die, die sie uns geliehen haben? Fragen wir die Künstler, Narren und Poeten!

Alle Bilder: Details aus „Engel in Rot mit Laute“ von Leonardo da Vinci.